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Caspar David Friedrich

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Caspar David Friedrich Artikel

Caspar David Friedrich (* 5.09 1774 in Greifswald (Pommern); † 7.05 1840 in Dresden) war ein deutscher Maler der Romantik.

Er ging zu dem Studium nach Kopenhagen und arbeitete seit 1798 in Dresden, reiste aber auch häufig nach Greifswald und Rügen.

Caspar David Friedrich Beschreibung
Caspar David Friedrich Beschreibung
Selbstportrait um 1810
Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: An Bord der Hexapuma. Honor Harrington 20. Spannend Endlich der fehlende Teil von "Shadow of Saganami", dessen erster Teil als "Der Schatten von Saganami" erschien. Endlich wieder einmal spannende Action in dem Honorversum. Wobei sich eine bunte Mischung aus Kampf gegen Terroristen, politischen Winkelzügen und letztlich auch einer Raumschlacht ergibt. Auch wenn ich als Fan der Serie versucht...

Biografie

Buch-Tipp: Caspar David Friedrich Um ausführliche Informationen zum Buch "Caspar David Friedrich" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Frühe Jahre, Der Tod, Erstes Malen, Studium

Caspar David Friedrich wurde am 5. September 1774 in dem pommerschen Greifswald als eines von neun Kindern geboren. Er war Sohn eines Kerzenmachers und Seifensieders, wurde in dem Greifswalder Dom St. Nikolai protestantisch getauft und erhielt eine protestantische Erziehung.

Bereits 1781 starb seine Mutter, in dem Jahr darauf seine Schwester Elisabeth. Der Tod seines Bruders Johann Christoffer beim gemeinsamen Schlittschuhlaufen 1787 löste in ihm tiefe Schuldgefühle aus, da er ihn zu dem Schlittschuhlaufen ermutigt hatte. Seit dem Tod seiner Schwester Maria in dem Jahre 1791 setzte er sich intensiv mit dem Thema Sterben auseinander.

Schon mit 16 Jahren bekam Friedrich in Greifswald Unterricht beim Universitätszeichenlehrer Johann Gottfried Quistorp . Der frühe Einfluss blieb prägend. Sein Lehrer wies ihn auf die Naturschönheiten seiner heimatlichen Umgebung hin. Friedrich studierte von 1794 bis 1798 in Kopenhagen an der Königlichen Kunstakademie als Schüler von Nicolai Abraham Abildgaard und Jens Juel , den bedeutendsten dänischen Malern des achtzehnten Jahrhunderts.

Buch-Tipp: Caspar David Friedrich (DuMont Bibliothek großer Maler) Gelungene Zusammenstellung Casper David Friedrich gehört sicherlich - unverdienterweise - zu den am meisten unterbewerteten Künstlern. Dabei war er es, der wie kein zweiter den Geist der deutschen Romantik begründete und uns durch seine Gemälde auch heute noch daran partizipieren lässt. Er ist einer der wenigen Künstler, deren Werke noch heute,...

Dresden, Reisen, Werke

Im Herbst 1798 siedelte er nach Dresden, dem Mittelpunkt der deutschen romantischen Bewegung, über, wo er sich als Prospektmaler seinen Lebensunterhalt verdiente und Zeit seines Lebens seinen Wohnsitz behielt. Dort lebten auch der Maler und Grafiker Philipp Otto Runge, von dem er ab 1801 bedeutende Anregungen empfang, sowie die Maler Georg Friedrich Kersting und Johan Christian Dahl aus Norwegen. Zusammen mit ihnen sowie den beiden Dichtern Ludwig Tieck und Friedrich von Hardenberg (Novalis) machte Friedrich das künstlerisch-literarisches Zentrum der deutschen Romantik aus. In seiner Dresdener Zeit probierte er erstmals die Ölmalerei aus, zuvor wandte er ausschließlich die Sepiatechnik an.

1799 stellte er seine Werke auf der Ausstellung der Dresdner Kunstakademie aus. In einer Phase innerer Einkehr und starker Depressionen versuchte er 1803, sich mit einem Schnitt in den Hals umzubringen. Nach seinem gescheiterten Selbstmordversuch begann die Zeit seiner Erfolge. Seine Bilder zogen erstmals 1805 die Aufmerksamkeit eines größeren Publikums auf sich. Durch Friedrich Wilhelm von Preußen und den Herzog von Weimar gefördert, beteiligte Caspar David Friedrich sich an der Ausstellung der Weimarer Kunstfreunde und die Zahl seiner Bewunderer, darunter auch Johann Wolfgang von Goethe und der spätere russische Zar Nikolaus I., nahm zu. Letzterer war begeistert von der Malweise des Künstlers und erwarb einige seiner Werke. Er wurde zu einem seiner wichtigsten Auftraggeber. Jene Verkäufe sicherten zeitweise das wirtschaftliche Überleben des Malers.

1806 unternahm er eine Reise nach Greifswald und seine dritte Rügenwanderung. In dieser Zeit wandte er sich intensiver der Ölmalerei zu und vernachlässigte das Zeichnen mit Deck- und Aquarellfarben.

1808 fertigte er für die Hauskapelle des Schlosses Tetschen das Landschaftsbild Das Kreuz im Gebirge (http://www.siu.edu/~dfll/German/ArtImages/CDF-Kreuz_small.jpg) an, worüber sich die Zeitgenossen wegen seiner Unerhörtheit als Altarbild empörten. Das Bild war so ungewöhnlich in der Wahl des Motivs und des Standpunkts, so neu in Bildausschnitt und räumlichem Aufbau, dass um diese neue Kunst eine heftiger Streit entbrannte. Von diesem umstrittenen Bild, das für die Jugend das wegweisende Werk romantischer Kunst bedeutete, ging Friedrichs Berühmtheit aus und damit stellten sich auch bescheidene finanzielle Erfolge ein. Caspar David Friedrich unternahm eine Reise nach Rügen und nach Greifswald. Danach wanderte er durch das Riesengebirge.

Auf diesen Unternehmungen nahm er bewusst die Natur wahr und ließ sich davon in seinem Schaffen inspirieren. So entstand 1810/1811 der Bildtitel "Morgen in dem Riesengebirge". In dem Herbst 1810 Beteiligte er sich mit seinen Werken "Mönch am Meer" und "Klosterruine Eichenwald an einem Winterabend" an einer Ausstellung der Berliner Akademie, an der er in dem selben Jahr auswärtiges Mitglied wurde.

1816 wurde er Mitglied der Akademie Dresden , an der er 1824 zu dem außerplanmäßigen Professor ernannt wurde.

1818 heiratete Caspar David Friedrich die 19 Jahre jüngere, 25-jährige Caroline Bommer, die ihm drei Kinder gebar.

Buch-Tipp: Caspar David Friedrich. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Guter Überblick Dieses Buch ist ein gelungener, knapper Überblick über das Leben Friedrichs, die Kunst und die Bedeutung dieser. Die begleitenden Abbildungen einiger seiner Werke verdeutlicht die in dem Text erörterten Einflüsse auf die Werke F. 's und läßt den Leser die stetige Veränderungen seines Schaffens leichter und klarer nachvollziehen....

Die letzten Jahre

Der schwerste Schlag trifft ihn 1835 in dem Alter von 61 Jahren: Durch einen Schlaganfall wurde seine rechte Hand gelähmt, zwei Jahre später war er nicht mehr fähig zu malen. Seit den zwanziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts ließ das Interesse an den Werken Friedrichs nach, sein Alter war geprägt von Krankheit und finanziellen Sorgen. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts setzte eine Neurezeption seiner Werke ein.

Der sowieso nordisch-scheu veranlagte Künstler versperrte sich stets mehr seinen Mitmenschen und vereinsamte umso mehr. Auch für seine Frau und seine beiden Kinder wurde der Zugang zu ihm stets schwieriger. Obwohl den Bildern von C. D. Friedrich nicht ein längerer Erfolg zu seinen Lebzeiten beschieden war, prägte sein Malstil nicht ca. die romantische Epoche, sondern auch die nachfolgenden Kunstepochen seines Jahrhunderts.

Caspar David Friedrich starb am 7. Mai 1840 in Dresden.

Zu seinen Schülern gehörten u. a. Karl Blechen und Karl Friedrich Schinkel.

Buch-Tipp: Der Besuch der alten Dame. Eine tragische Komödie. Neufassung 1980. Unglaublich beklemmend "Der Besuch der alten Dame" ist einer der beklemmendsten dramatischen Texte, die ich bislang gelesen habe. Natürlich sind die Charaktere an vielen Stellen geradezu slapstickhaft überzeichnet, natürlich ist die Handlung urkomisch und an den Haaren herbeigezogen - aber es geht in diesem Werk deshalb, dass eine ganze Stadt bereit...

Kunstschaffen

Buch-Tipp: Der Weg des wahren Mannes Einfach ca. genial Deida zeigt in seinem Buch auf, wie man Frauen tatsächlich behandeln sollte. Der Inhalt dieses Werkes hat mich derart inspiriert, dass ich vieles bereits verinnerlicht habe und zu einem Teil meiner Überzeugung werden ließ. Man sollte sich, nebenbei bemerkt, nicht von der teilweise "schwulstigen" Schreibweise abschrecken lassen...

Grundeinstellung

Caspar David Friedrich verkörperte den typischen Romantiker: Er war eher introvertiert, weltscheu, naturverbunden und religiös. Seine Passion für mittelalterliche Motive wurde teilweise durch seinen Freund Goethe inspiriert.

Friedrichs Bilder lassen auf seine seelischen Verfassungen schließen: Seine Gedanken kreisten vielfach um Sein, Vergehen und Werden. Seine gotische Melancholie lässt sich durch seine ohnehin schon depressive Veranlagung erklären, die durch Erfahrungen in seiner Jugend (siehe unten) noch verstärkt wurde. Ihm war nicht die Schönheit dessen was er malte wichtig, sondern seine Weltanschauungen: So sah er die Erde als Jammertal, ähnlich wie die Künstler des Barock.

"Warum, die Frag´ ist häufig zu mir ergangen, wählst du zu dem Gegenstand der Malerei so häufig den Tod, Vergänglichkeit und Grab? Um ewig einst zu leben, muss man sich häufig dem Tod ergeben."

Caspar David Friedrich konnte (nicht ca. in Zeiten seines Erfolges) aber auch fröhlich und ausgelassen sein, was ca. in wenigen seiner Bilder erkennbar ist. Das darf man nicht vergessen. Er war weniger melancholischer Pessimist als realistischer Romantiker mit gefestigten politischen-religiösen Überzeugungen.

Buch-Tipp: Der, die, was? Ein Amerikaner im Sprachlabyrinth Sehr sympathisch Deutsch ist vielseitig, Deutsch ist interessant, Deutsch ist lustig. Es muß wohl ein Amerikaner so etwas sagen, damit die Deutschen das glauben. Und man kommt bei Bergmann nicht umhin, ihm das zu glauben, denn sein Buch, im er uns das sagt, ist selbst vielseitig, interessant und lustig. Man entdeckt die eigene Sprache wieder...

Verhältnis zur Natur

Caspar David Friedrich Beschreibung
Caspar David Friedrich Beschreibung
Kreidefelsen auf Rügen

Caspar David Friedrich stand in seiner Auffassung von Natur in dem Gegensatz zu dem Realismus der Klassizisten. Er sah die Natur als Spiegel menschlicher Empfindungen.

"Also ca. was man mit leiblichen Augen gesehen und [..] nachgeäfft, sei Aufgabe und Forderung unserer Zeit [..]. Ich gestehe, dass ich nimmer und nie dieser Meinung beistimmen werde. Allerdings gestehe ich gerne, dass diese Bilder, so allen diesen Forderungen dieser Zeit entsprechen sollen, viele und große Verdienste haben, und mich der treuen Nachahmung des Einzelnen erfreut. Aber das ganze hat für mich wenig Anziehung, eben weil ich das innige geistige Durchdrungensein des Künstlers von der Natur vermisse."

Caspar David Friedrich unterlag nicht dem italienischen Kunsttrend und war auch kein Anhänger der antiken Meister. In seinem Verständnis sollte Kunst zwischen den beiden Werken Gottes, Mensch und Natur, vermitteln. Aus dieser Sicht heraus näherte er sich den Naturschönheiten, in der er Stimmungen und Empfindungen verarbeitete. Seine Werke sind demzufolge keine Abbilder der Natur, sondern sie vergegenständlichen zusätzlich das Unfassbare, das metaphysische Empfinden. Die realistisch-emotionale Darstellungsweise der Landschaften wird unter anderem durch eine unendlich scheinende Weite verstärkt.

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Symbolik

  • Die Farbe Violett (und allgemein ein Kontrast zwischen Dunkel in dem unteren Teil und heller in dem oberen Teil eines Bildes) dominiert in einigen Bildern. Sie ist und war, nicht ca. für Caspar David Friedrich, die Farbe der Trauer und Melancholie. Durch sie wirkt das gesamte Bild schwermütig, die häufig depressive Seelenverfassung Friedrichs ist anhand solcher Bilder gut nachzuvollziehen.
  • Das Naturerlebnis in der nordeuropäisch-teutonischen (Um-)Welt war für Friedrich ein sehr persönliches mystisch-religiöses Ereignis. Er setzte die Natur dem Göttlichen gleich - eine sehr pantheistische Religionsauffassung und Grund dafür, dass er auch in dem Widerspruch zu dem zeitgenössischen Protestantismus stand, welcher Natur eher als "heidnische Mutter" sah denn als bewundernswertes Werk Gottes. In seinen Bildern nehmen die Figuren durch das Betrachten des Naturschauspiels Kontakt zu dem Göttlichen auf. Sie verbinden dadurch das dunkle irdische Leben, im sie sich befinden mit dem hellen überirdischen,ins sie posthum gelangen werden. Die Ferne ist Symbol für das angestrebte Jenseits.
  • Der Lebensweg eines Menschen wird zu dem Beispiel in "Mondaufgang am Meer" durch Schiffe dargestellt, die sich zwar noch auf dem Meer befinden, aber irgendwann den Hafen anlaufen werden, was mit dem Tod gleichzusetzen ist.
  • Das Fundament auf dem sich die Personen befinden, bildet ein öfters gewaltiger Stein oder ein Felsen. Ebenso stellt der Glaube, nach Friedrichs Ansicht genauso unerschütterlich wie ein Findling, das geistige Fundament der Menschen dar. Die Menschen stehen meist gefestigt, beeindruckt und in guter Kleidung.
  • Schnee wurde von Friedrich, anders als in dem Rokoko des 16. und 17. Jahrhundert nicht als saisonaler Zuckerguss, sondern als dicht am schweigsamen Tode gesehen - eine für Friedrich typische Mystifizierung (ähnlich der von Kiefernwäldern und ähnlichem).
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Zeitgeist

Außerdem sind seine Landschaftsbilder eine Allegorie auf die patriotische Stimmung um die Zeit der Befreiungskämpfe in den deutschen Staaten. Der "Einsame Baum" aus dem Jahre 1821 zu dem Beispiel, Synonym für Deutschland, ist durch die Besetzung der Franzosen beschädigt. In der Umgebung des Baumes deutet sich aber schon eine bessere Entwicklung an, zu dem Beispiel durch das aufgehende Tageslicht.

Die Bedeutung seiner Bilder kamen dem aktuellen deutschen Publikumsgeschmack entgegen, Friedrichs Bilder waren gefragt. Die Nachfrage nach seinen Werken besserte seine finanziellen Verhältnisse jedoch ca. zeitweise auf. Nach den Befreiungskriegen schlug die patriotische Stimmung allerdings um in reaktionäres Verhalten der Regierungsverantwortlichen. Seine Bildthemen stießen daher später eher auf Ablehnung.

Die Bilder Friedrichs entstanden in einer Phase der Veränderungen Preußens: Geistliche Gebiete wurden säkularisiert, Preußen unterlag Napoleon und wurde nachdem Wiener Kongress neu geordnet. Die folgende Zeit war gekennzeichnet durch Bemühungen zur Wiederherstellung der alten Zustände. Die Inhalte vieler Bilder wurden in dem Hinblick auf die damalige politische Situation Preußens häufig als Allegorien verstanden.

Friedrichs Figuren sind in der alten deutschen Tracht gekleidet, für die auch der Rüganer Ernst Moritz Arndt in seiner Schrift "Über Sitte, Mode und Kleidertracht" warb. Durch die deutsche Tracht drückte Friedrich seine politische Überzeugung aus: Wie auch viele andere Vertreter akademischer Kreise hat er:

"die Erinnerung an die Freiheitskriege und den politischen Enthusiasmus, an die Entwürfe für eine gerechtere soziale Ordnung, an die Verwirklichung einer demokratisch-republikanischen Ordnung festgehalten."

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Technisches

Die Anordnung der Bildgegenstände wirkt auf den ersten Blick natürlich und emotionalisiert zugleich. Vielen Bildern Friedrichs liegt ein strenges Kompositionsprinzip zugrunde, das W. Wolfradt als "hyperbolisches Schema" genannte. Der Horizont liegt fast stets in der vertikalen Bildmitte und dient als eine Art Spiegelungsachse. Außerdem gibt es häufig erkennbare vertikale Verläufe. Geometrische Dreiecke können entdeckt werden. Vordergrund und Hintergrund stehen in einem Verhältnis zueinander.

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Rückenfiguren

Caspar David Friedrich Beschreibung
Caspar David Friedrich Beschreibung
Der Wanderer über dem Nebelmeer

Personen, die dem Rezipienten den Rücken zukehren, nehmen in den Ölbildern Friedrichs ab 1807 eine zentrale Position ein. Sie sind eigentlich nicht mehr weg zu denken.

Weil Caspar David Friedrich kein Meister darin war Personen zu zeichnen, vermutet man heute, dass sein Freund Georg Friedrich Kersting einige Figuren auf Friedrichs Bildern gemalt hat. Diese Figuren kopierte Friedrich dann sogar in weitere Gemälde. Dies könnte der Grund für die Ähnlichkeit vieler Rückenpersonen sein.

Die Rückenpersonen sind allerdings keine Erfindungen Friedrichs. Sie haben eine bis in die Antike zurück gehende Tradition. Caspar David Friedrich benutzte sie als Kontrast zur Natur. Sie sind nicht als Bestandteil der Natur wahrzunehmen, sondern als der Natur untergeben und nicht zugehörig. Die Figuren sind fast stets einsame und isolierte Individualisten, also dem Künstler selbst ähnlich. In einem Brief an seine Frau thematisierte er eines Tages seine Vereinsamung:

"Alles ist Stille-Stille-Stille um mich her; [..] allein und stets allein; es tut mir wohl, aber stets möchte ich es nicht so haben."

Auf Friedrichs Bildern befinden sich die Rückenfiguren meist in der Mitte, so dass sie den Fluchtpunkt verdecken. Dadurch wird der Betrachter animiert, sich in die Figur hinein zu versetzen und sich ebenfalls andächtig dem Naturereignis zu widmen.

Fazit

In seinen Gemälden erreichte Friedrich eine metaphysische Transparenz. Er malte akribisch genau, ergänzte und vertiefte seine Gemälde stets wieder. Dies führte ab und zu dazu, dass er zur Fertigstellung eines Bildes mehrere Jahre brauchte. Typisch für die romantische Bewegung malte Friedrich Menschen stets als Silhouetten, als Staffagefiguren. Ca. selten zeichnete er Gesichter.

Ohne Zweifel war Caspar David Friedrich einer der wichtigsten deutschen Vertreter der Romantik. Sein französischer Zeitgenosse, der Bildhauer David d'Angers genannte ihn einmal als den "Entdecker der Tragödie in der Landschaft". Er gilt mit seinen einfühlsamen Stimmungsbildern zu verschiedenen Jahreszeiten und Tageszeiten als der bedeutendste Landschaftsmaler der Romantik.

Ausgewählte Werke

  • Westfassade der Ruine Eldena mit Backhaus und Scheune (1806, Angers, Musée des Beaux-Arts)
  • Hünengrab in dem Schnee (1807, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Ausblick in das Elbtal (um 1807, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Das Kreuz in dem Gebirge (Tetschener Altar) (1808, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Winter (Klosterruine Eldena) (1808, 1931 verbrannt)
  • Der Mönch am Meer (1809/10, Berlin, Alte Nationalgalerie)
  • Abtei in dem Eichwald (1809/10, Berlin, Alte Nationalgalerie)
  • Böhmische Landschaft mit dem Milleschauer (um 1810, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Felspartie (1811, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Winterlandschaft mit Kirche (1811, Dortmund, Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Cappenberg)
  • Gräber gefallener Freiheitskrieger (1812, Hamburg, Kunsthalle)
  • Ruine Eldena in dem Riesengebirge (1815, Greifswald, Pommersches Landesmuseum)
  • Greifswalder Hafen (1815/16, Potsdam, Schloss Sanssouci)
  • Greifswald in dem Mondschein (1816/17, Oslo, Norwegen, Nationalgalerie)
  • Küstenlandschaft in der Dämmerung (1816-18, Lübeck, Museum für Kunst und Kulturgeschichte)
  • Der Wanderer über dem Nebelmeer (wohl 1817, Hamburg, Kunsthalle)
  • Gartenlaube in Greifswald (1818, München, Neue Pinakothek)
  • Kreidefelsen auf Rügen (um 1818, Winterthur, Sammlung Dr. Oscar Reinhardt)
  • Auf dem Segler (1818/19, St. Petersburg, Russische Förderation, Ermitage)
  • Schiffe in dem Hafen von Greifswald (1818-20, Berlin, Alte Nationalgalerie)
  • Zwei Männer in Betrachtung des Mondes (1819, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Klosterfriedhof in dem Schnee (1819, 1945 zerstört)
  • Hünengrab in dem Herbst (um 1820, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Ziehende Wolken (wohl 1820, Hamburg, Kunsthalle)
  • Wiesen bei Greifswald (1820-22, Hamburg, Kunsthalle)
  • Am Stadtrand von Greifswald (1822/23, Berlin, Alte Nationalgalerie)
  • Mondaufgang am Meer (1822/23, Berlin, Alte Nationalgalerie)
  • Am Ryck in Greifswald mit Blick auf die Mühlen vor der Steinbecker Schanze (1822/23, Berlin, Alte Nationalgalerie)
  • Eismeer (1823/24, Hamburg, Kunsthalle)
  • Bäume und Sträucher in dem Schnee (um 1825, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Friedhofseingang (1825, unvollendet, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Hügel mit Bruchacker bei Dresden (1825, Hamburg, Kunsthalle)
  • Ruine Eldena (1825, Berlin, Alte Nationalgalerie)
  • Schiffe in dem Hafen am Abend (1827/28, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Tannenwald mit Wasserfall (1828, Hamburg, Kunsthalle)
  • Mondschein auf dem Meer (1830, Berlin, Alte Nationalgalerie)
  • Abend am Ostseestrand (um 1830, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Sturzacker (um 1830, Hamburg, Kunsthalle)
  • Berglandschaft in Böhmen (wohl 1830, Hamburg, Kunsthalle)
  • Das Große Gehege bei Dresden (1831/32, Dresden, Galerie Neue Meister)
  • Sumpfiger Strand (1832, Hamburg, Kunsthalle)
  • Das brennende Neubrandenburg (1834, unvollendet, Hamburg, Kunsthalle)
  • Lebensstufen (1835, Leipzig, Museum der Bildenden Künste)
  • Meeresufer in dem Mondschein (1835, Hamburg, Kunsthalle)

Zitate

  • "Die einzig wahre Quelle der Kunst ist unser Herz, die Sprache eines reinen kindlichen Gemütes. Jedes echte Kunstwerk wird in geweihter Stunde empfangen und in glücklicher geboren, häufig dem Künstler unbewusst aus innerem Drange des Herzens. Schließe dein leibliches Auge, damit du mit dem geistigen Auge zuerst siehest dein Bild. Dann fördere zutage, was du in dem Dunkeln gesehen, dass es zurückwirke auf andere von außen nach innen."
  • "Der Maler soll nicht ca. malen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er es auch, zu malen, was er vor sich sieht."

Weblinks



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